Geschichte

 

Die heutige Fakultät für Architektur befindet sich im Reiff-Museum, welches nach Franz Reiff (1835-1902), Professor für Figuren- und Landschaftszeichnen, benannt und 1908 eröffnet wurde. Einerseits diente es als Museum, andererseits als Ausbildungsort der Architekten. In seinem Bestand von fast 300 Kunstwerken befanden sich 200 Orginalkopien, die der Ausbildung der Architekten und Kunsthistorikern dienten.

Die seit 1878 existierende Architektenausbildung und die seit 1965 existierende Stadtplanerausbildung an der RWTH zählen zu den ältesten universitären Studiengängen ihrer Art in Deutschland. Ihre lange und - angesichts der hohen Nachfrage von Studieninteressierten - erfolgreiche Geschichte geht auf das Profil der Ausbildung zurück: Hier steht die Vermittlung entwerferischer, künstlerischer und technischer Kenntnisse und Fähigkeiten auf der Grundlage einer gesellschaftlichen, kulturellen und ökologischen Verantwortung im Zentrum.

Die wachsende Anzahl an Studentinnen und Studenten der damit verbundene Platzmangel führten dazu, dass das Reiff durch einen Anbau in den Jahren 1960 bis 1963 erweitert wurde. Wenig später erfolgten weitere Umbauten und Aufstockungen.
Nach dem Tod von Franz Reiff und seinem Nachfolger Max Schmid-Burgks verlor die Sammlung an Beachtung, sodass viele Werke verschenkt, verkauft oder in Vergessenheit gerieten. 2005 wurde ein Projektseminar am Kunsthistorischen Institut gegründet, welches die Sammlung wieder aufarbeitet. Der Bestand des Reiff-Museums kann in einem virtuellen Museum bestaunt werden. Reiff Museum.

Mit der Bologna-Reform wurde auch in Aachen auf das Bachelor und Master-System umgestellt. Seit dem Wintersemester 2006/07 wird ein Bachelor of Science in Architektur und seit dem Wintersemester 2009/10 je ein Master of Science in Architektur und Stadtplanung angeboten.
Zukünftig wird der univerisitäre Charakter der Ausbildung durch eine stärkere Verknüpfung zwischen Lehre und Forschung bzw. Praxis mit Hilfe von interfakultären und interdisziplinären Kooperationen mit vielen benachbarten Bereichen innerhalb und außerhalb der RWTH Aachen weiterentwickelt.