Helmut-Hentrich-Stiftungspreis 2015 verliehen

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29.06.2015

Die RWTH-Absolventin Katrin Recker erhält in diesem Jahr für ihre herausragende Abschlussarbeit (Prüfer: Univ.-Prof. ir. Wim van den Bergh und Prof. i.V. ir. Fred Humblé) 5.000 EUR in Form eines Reisestipendiums für eine Architekturreise um die Welt.

Die Jurysitzung und Bewertung der eingereichten studentischen Beiträge fand Anfang Juni unter Vorsitz von Professor Markus Allmann von der TU Stuttgart statt. Das Kuratorium der Helmut-Hentrich-Stiftung verleiht jährlich zwei Reisestipendien.

Die Entscheidung für die ausgewählten Arbeiten fiel, da diese insbesondere durch eine detaillierte Ausarbeitung und ihren sicheren formalem Ausdruck innerhalb der insgesamt 45 Einreichungen auffiel.

"Landpartie - Ein Haus für Ruhe und Entschleunigung"
Katrin Recker, RWTH Aachen

Erläuterungstext: Die bewusste Selbstwahrnehmung während einer "Landpartie" steht im Zentrum des Entwurfs. Das südlich des Rursees gelegene Haus zeigt sich als Neuinterpretation der Eifeler Urhütte und dient als Rückzugsort inmitten der Natur. Gleichzeitig fordert das einfache Haus die körperlichen Tätigkeiten der Bewohner, um eine Behaglichkeit im Wohnraum entstehen zu lassen.

Jurystatement: Das Haus soll, so die Verfasserin, "im hektischen Alltag die Möglichkeit der Entschleunigung" bieten. Vielmehr aber scheint es, dass es der Verfasserin selbst gelungen ist, mit ihrem Entwurf eine stark entschleunigte Gangart einzulegen und sich sehr unzeitgemäß mit großer Liebe zu Konstruktion, Material und Detail auf die sich selbst gestellte Aufgabe einzulassen. In einem sorgfältig gemachten Buch stellt die Autorin in feinen Zeichnungen und Bildern den Prozess von der Ortsanalyse und Haustypologie zur Entwurfsfindung dar. Das Ergebnis ist ein zunächst ganz traditionelles, dennoch aber modernes Haus in Holzbauweise und eine Raumstruktur von präzise aufeinander abgestimmten Räumen. Einer Bauanleitung gleich wird in einer axonometrischen Darstellung jedes Detail vom Kamin bis zum Einbauschrank, Bodenbelag, Wand und Fenster durchdacht und beschrieben. Die Jury würdigt die Arbeit aufgrund der beeindruckenden Tiefe der Durcharbeitung und der Sicherheit im formalen Ausdruck.

Die Arbeiten wurden am Lehrstuhl für Städtebau und am Lehrstuhl für Tragkonstruktionen betreut.(aj)

Weitere Infos: Website DBZ