DeWaK: Den demografischen Wandel bewältigen: Neue Organisations- und Finanzierungsmodelle für soziale Einrichtungen auf kommunaler Ebene

  DeWaK Erklärungsbild Urheberrecht: Lehrstuhl und Institut für Städtebau und Entwerfen  

Neue Organisations- und Finanzierungsmodelle für soziale Einrichtungen auf kommunaler Ebene

Wie können soziale Einrichtungen zukünftig organisiert und finanziert werden? Mit dieser Frage wird sich ein Projektteam aus Wissenschaftlern und zwei Modellkommunen im Rahmen des Forschungsprojekts „DeWaK“ in den kommenden zwei Jahren auseinandersetzen. „DeWaK“ steht für „Den demografischen Wandel bewältigen: Neue Organisations- und Finanzierungsmodelle für soziale Einrichtungen auf kommunaler Ebene“. Im Rahmen des Vorhabens sollen zwei unterschiedliche Projektideen für soziale Einrichtungen in der Stadt Herten und im Ennepe-Ruhr-Kreis untersucht und erprobt werden. Das Forschungsvorhaben wird unter Leitung des Fachgebiets Städtebau, Stadtgestaltung und Bauleitplanung (STB) der TU Dortmund gemeinsam mit der International School of Management (ISM) aus Dortmund und dem RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung aus Essen sowie den lokalen Praxispartnern bearbeitet.

Die Stadt Herten und der Ennepe-Ruhr-Kreis erlebten in vergangenen Jahren Phasen eines starken Bevölkerungsrückgangs. Die damit einhergehenden Folgen für Wirtschaft, Finanzen und soziale Dienstleistungen stellen die Kommunen vor neue Herausforderungen. In diesem Zusammenhang spielen freie Träger sozialer Angebote für Senioren, Kinder und Jugendliche eine zunehmend bedeutendere Rolle. Als Modellkommunen in DeWaK wollen die Stadt Herten und der Ennepe-Ruhr-Kreis der weiteren Verschlechterung der Versorgungssituation gemeinsam entgegenwirken. Hierfür werden an zwei konkreten Einrichtungen neue Ansätze erprobt: Mit dem „Zentrum für soziale Integration“ will die Stadt Herten eine Anlaufstelle für Menschen in schwierigen Lebenslagen in der südlichen Innenstadt schaffen. In Wetter-Grundschöttel wurde in den Räumlichkeiten der kreiseigenen Wohnungsbaugesellschaft bereits 2016 der AWO Nachbarschaftstreff eröffnet, der nun als Anknüpfungspunkt für das Projekt dient und den Bewohnern einen modern ausgebauten Gemeinschaftsraum bietet. Seit Mitte August 2017 ist hier ein Quartiersmanager als Anlaufstelle für die Bewohner und Schnittstelle zum Forschungsprojekt aktiv.

Für beide Modellprojekte werden im Projekt DeWaK tragfähige Organisations- und Finanzierungsmodelle entwickelt – abgestimmt auf die Gegebenheiten vor Ort. Beide Einrichtungen sollen langfristig, also über den Zeitraum des Forschungsprojekts hinaus, durch lokale Akteure, freie Träger und ehrenamtliches Engagement der Bürgerschaft betrieben werden. Um eine Zusammenarbeit und neue Formen der Partnerschaft zu gestalten und zu ermöglichen, befassen sich die Partner aus der Wissenschaft mit entsprechenden finanziellen, institutionellen, räumlichen und rechtlichen Fragen.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert das Projekt im Rahmen von „Kommunen innovativ“. Diese Fördermaßnahme unterstützt Kommunen, die im Verbund mit Wissenschaft nachhaltige Strategien für Ortsentwicklung, Infrastruktur und öffentliche Dienstleistungen erforschen und anwenden. Daher stellt sich in dem Forschungsteam auch die Frage, inwiefern die Erfahrungen aus den Modellkommunen und die Entwicklung der Betriebsmodelle auch auf andere Kommunen übertragbar sind.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Laufzeit

2017–2019

Verbundleitung

Prof. Dipl.-Ing. Christa Reicher

Projektbearbeitung

Canan Çelik M. Sc.

Fördergeber

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

 

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