B4 | Waterfront Havanna, Kuba

  Schiff in Havanna Urheberrecht: Lehrstuhl und Institut für Städtebau und Entwerfen  

SS 2019

Dauer: 1 Semester

Inhalt

Im Vergleich zu vielen anderen lateinamerikanischen Städten hat sich die Stadt Havanna auf eine ganz besondere Art und Weise entwickelt. Zum einem ist die Stadtbevölkerung seit den Sechzigern nicht signifikant gewachsen und zum anderem haben insbesondere die Alltagspraktiken und die außerordentliche Kreativität der Habaneros die Stadtentwicklung geprägt. Havanna ist so, trotz schrumpfender Tendenzen, ein attraktiver Ort mit einem einzigartigen Stadtbild, welches als Open-Air-Architektur-Museum gilt und bekannt ist für sein breitgefächertes Kultur- und Freizeitangebot. Jedoch sind die Ressourcen auf Kuba knapp und die öffentliche Hand investiert wenig in eine aktive Stadtentwicklung und Stadterneuerung, was zu einem Verfall der historischen Bausubstanz sowie der öffentlichen Räume führt. Zudem mangelt es an verfügbarem und bezahlbarem Wohnraum in der Innenstadt, welches durch den zunehmenden Tourismus gefördert wird. Darauf folgt, dass sich die Pendlerströme von Berufstätigen aus den Randgebieten in die Stadt intensivieren.

So wurden vier zentrale Handlungsfelder identifiziert, die den Städtebau in Havanna in den kommenden Jahren beschäftigen werden:

  1. die sozioökonomische Dynamik als Treiber der Stadtentwicklung,
  2. der infrastrukturelle Ausbau und die Entwicklung von alternativen Mobilitätsformen,
  3. die Gestaltung und Instandhaltung von öffentlichen Räumen,
  4. die Erneuerung und Instandhaltung der Bausubstanz sowie die (Weiter-) Entwicklung vorhandener Bautypologien.

Als Experimentierfeld für innovative und zukunftsweisende Konzepte wurde das ca. 14,2 ha große und umstrittene Bahnhofsareal südwestlich von La Habana Vieja ausgewählt.

Die Bachelorabschlussarbeit „Waterfront Havanna, Kuba“ zielt auf eine konzeptionelle Beschäftigung mit der Thematik ab und verlangt nach einer Positionierung des Entwurfs in Bezug auf die Anforderungen an ein urbanes Quartier, das qualitativ hochwertige, kleinteilige und differenziert ausgebildete Baustrukturen beinhaltet. Konzeptionell steht bei dieser Aufgabe die Frage im Vordergrund, wie Antworten auf die unterschiedlichen Anforderungen und Bedürfnisse nach Leben, Wohnen, Arbeiten und Bewegen am Hafen gegeben werden können. Stichwort „Waterfront“.

Termine

Fr., 05.04.2019, 10:00 - 11:30, 1810|301 (Lehrstuhl für Städtebau) - Einführung und Ausgabe der Aufgabenstellung
Fr., 10.05.2019, 15:00 - 18:00, 1810|301 (Lehrstuhl für Städtebau) - 1. Zwischenkolloquium
Mo., 03.06.2019, 11:30 - 14:30, 1810|301 (Lehrstuhl für Städtebau) - 2. Zwischenkolloquium

Betreuungstermine sind nach persönlicher Absprache Dienstags, 14:00 - 18:00 im Lehrstuhl für Städtebau

Betreuung

Prof. Christa Reicher
Fabio Bayro Kaiser M. Sc.
Canan Çelik M. Sc.
Christoph Klanten, M. Sc. RWTH