2018 | Stiftung Deutscher Architekten

  Aussenperspektive Urheberrecht: Stefan Otte & David Taffner  

Wir gratulieren Stefan Otte und David Taffner zum Förderpreis der Stiftung deutscher Architekten!

Insgesamt 28 Arbeiten waren von Absolventinnen und Absolventen der Fachrichtungen Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung aus neun nordrhein-westfälischen Hochschulen zum „Förderpreis 2018“ vorgelegt worden. Alle Bewerberinnen und Bewerber wurden von ihren Professoren als „besonders begabt“ eingeschätzt; der Vorschlag zur Teilnahme an dem Auszeichnungsverfahren erfolgte durch die jeweiligen Hochschullehrer.

Die Jury unter Leitung der Architektin und Stadtplanerin Judith Kusch (3Pass, Köln) lobte die ausgezeichneten Arbeiten als Beispiele für die planerische Auseinandersetzung mit gesellschaftlich relevanten Fragestellungen, die mit großer Analysetiefe, Fachkompetenz und Einfühlungsvermögen zu originellen Lösungsansätzen geführt hätten.

Die Jury vergab drei gleichrangige Förderpreise, die mit je 4.000 Euro dotiert sind:

Stefan Otte und David Taffner (RWTH Aachen): „60 % Steigung, 80 % Riesling, 100 % Terroir“

Auszug aus der Jurybegründung:

„Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie der ländliche Raum sowohl im Umgang mit dem Bestand als auch im Neubau architektonisch weiterentwickelt werden kann. Entwurfsbestimmende Grundidee dieser Arbeit ist der Erweiterungsbau eines Weinguts in Zell an der Mosel, welches sich mit seiner architektonischen Ausprägung harmonisch in das sensible Landschaftsbild und die komplexe Topographie einfügt. […] Den Verfassern gelingt es auf bemerkenswert sensible Art, eine komplexe Raumskulptur in eindeutig ablesbarer Differenzierung von Alt und Neu zu entwickeln, in der sich Gebäude und Gelände wie selbstverständlich miteinander verbinden und sich behutsam in das vorhandene Landschaftsbild einfügen. Die Jury sieht in der Arbeit einen wichtigen Beitrag von außerordentlich hoher Qualität zur Fragestellung des Umgangs mit erhaltenswerter Bausubstanz im ländlichen Raum. Es gelingt den Verfassern, sowohl mit den gewählten Funktionen als auch aus der vorhandenen Bausubstanz und Gebäudestruktur eine komplexe und zeitgemäße Lösung zu entwickeln. Insgesamt handelt es sich um einen hervorragenden Beitrag.“