M1 | Göderitz Wettbewerb 2019

 

SS 2019

Dauer: 1 Semester

Inhalt

Direkt an der Elbe mit dem weltberühmten Canaletto-Blick erstreckt sich eine bedeutungsvolle Lücke in der Dresdener Innenstadt. Das industriell geprägte Konversionsfläche ist nach jahrelangen Debatten um Partikularinteressen zum Kristallisationspunkt städtischer Gemeinwohlorientierung geworden. Im Rahmen des Johannes-Göderitz-Wettbewerbs sollen städtebauliche Entwürfe gezielt dieses Spannungsfeld aufgreifen und radikale Alternativen zu bestehenden Planungen für das innerstädtische Quartier entwickeln. Ziel ist es, den heutigen und zukünftigen Dresdenerinnen und Dresdener eine Vielfalt an gemeinwohlorientierten Zukunftsszenarien anzubieten. Am rechten Elbufer unterhalb der Marienbrücke bieten hierfür der ungenutzte Leipziger Bahnhof sowie der Neustädter Hafen mit der umliegenden Leipziger Vorstadt eine aufmerksamkeits- und geschichtsgeladene Kulisse, um kollektive Formen des Wohnens, Arbeitens, Lernens und der Kultur auf Grundlage gegenwärtiger Ressourcen der Stadtproduktion vorzuschlagen. Dabei werden Antworten auf die drängenden Fragen der Stadtentwicklung gesucht: Auf welche lokalen Ressourcen und Akteure können zukünftige Quartiere am Rand der Dresdener Innenstadt aufbauen? Welche Prozesse und Orte werden für kollektive Stadtproduktion benötigt? Welche Räume können im Sinne des commoning in städtebaulichen Konfigurationen vorgeschlagen werden? Wie können möglich viele NutzerInnen von den Profiten des Stadtwachstums profitieren? Anhand von konkreten Vor-Ort-Analysen und anpassungsfähigen Städtebau-Entwürfen sollen Räume des commoning für das Zentrum Dresdens entstehen. Programmatisch und wegweisend sollen die Entwürfe zur Debatte um städtisches Gemeinwohl beitragen und eine gemeinschaftliche Perspektive auf Stadtwachstum stärken.

Termine

Do, 11.04.2019, 13:00 - 14:30, 1810|301 (Lehrstuhl für Städtebau) - Einführung und Ausgabe der Aufgabenstellung

Weitere Termine werden bekannt gegeben.

Betreuung

Dipl.-Ing. Bauassessor Stefan Krapp
Christoph Klanten, M. Sc. RWTH