Aufbau eines internationalen Instituts für Gartenkunst und Landschaftsarchitektur und Entwicklung von Weiterbildungs-Studiengängen

Key Info

Basic Information

Time Period:
2003
Funded By

eigenfinanzierte Forschung

Involved Teaching Units

Project Team

Entwicklung von Weiterbildungsstudiengängen am Internationalen Institut für Gartenkunst und Landschaftskultur, Schloß Dyck, Kreis Neuss
1.) Gestaltung industrieller Folgelandschaften Der Brachfall von Flächen und Anlagen und deren notwendige Entwicklung und Umgestaltung sind Prozesse, die ? wenn auch zeitlich versetzt und mit unterschiedlicher Intensität ? alle früh in-dustrialisierten Regionen erreichen. Aufgrund der strukturellen Be-dingungen wurden in Nordrhein-Westfalen früher als in vergleich-baren Regionen Europas Erfahrungen in der Gestaltung dieser Pro-zesse gesammelt. An diese Erfahrungen knüpft das Ausbildungsan-gebot an. Zugleich widmet es sich auch neuen und weitergehenden Aufgabenstellungen, die aus den allgemeinen Entwicklungen der De-Urbanisierung, der De-Industrialisierung, der Konversion und dem Ab- respektive Umbau der Infrastruktur resultieren. Der kon-zeptionelle und gestalterische Umgang ist Ziel dieses Weiterbil-dungsstudienganges. Das interdisziplinäre Zusammenspiel soll an konkreten Praxisprojekten, die im Mittelpunkt des Ausbildungs-programms stehen, eingeübt werden.

2.) Low-Profit-Immobilien Der Gewerbeimmobilienmarkt zerfällt heute im wesentlichen in zwei Teilmärkte: städtebaulich und immobilienwirtschaftlich stan-dardisierte Groß-Projekte und verwertungsbedürftige Betriebsim-mobilien (im Bestand) nach Geschäftsfeldveränderungen oder Be-triebsstilllegungen. In beiden Fällen muss die Projektentwicklung auch die Region stimulieren und Nachfrage wecken, um Verwer-tung zu erreichen.Gerade in Nordrhein-Westfalen ist der zweite Fall der Immobilientypen im Zuge des Strukturwandels besonders häu-fig anzutreffen. Die immobilienwirtschaftliche Projektentwicklung ist für diesen Immobilientyp nicht mit dem Standardrepertoire zu leisten, sondern verlangt ein spezifisches Know-how. Mit Low-Profit-Immobilien beschäftigen sich die Immobilienmarkt-Makler und -Anleger in der Regel nicht, obwohl diese Immobilien meistens hohen Stellenwert für die gewachsene Siedlungsstruktur haben, aus öffentlichen Mitteln aber ? ohne rentierlichen Nutzungsanlass ? nicht erhalten werden können. Die Mobilisierung von Low-Profit-Immobilien soll möglichst mit privatem Kapital in PPP-Projekten bei eher geringer öffentlicher Förderung erfolgen. Bislang gibt es keine auf diesen Immobilientyp zugeschnittenen Ausbildungsangebote. Die Ausbildung soll interdisziplinär und an konkreten Praxis-beispielen, die ebenfalls im Mittelpunkt des Weiterbildungsstudiums stehen, erfolgen.