Counter Entropy House in der Realisierungsphase

Counter Entropy Realisierung

Kontakt

Telephone

workPhone
+49 241 80 95235

E-Mail

14.05.2012

Das Counter Entropy Team hat mit dem Hausbau begonnen.
Auf insgesamt drei Baustellen wird simultan an speziellen Aufgaben gearbeitet: So arbeitet das Team auf dem Campus in einer Holzwerkstatt, während andere Teammitglieder in einer Zimmerei in Heinsberg tatkräftig arbeiten. Die an beiden Stellen erzielten Ergebnisse werden an eine Halle im Forschungszentrum Jülich geliefert, die den Knotenpunkt des Bauprojekts ausmacht, da dort der tatsächliche Zusammenbau stattfindet.
Die auf dem Campus der RWTH situierte Holzwerkstatt beschäftigt sich mit der Konstruktion und dem Zurechtschneiden des Innenlebens der fassadenbildenden Funktionsblöcke. Dieses Innenleben besteht aus wiederverwendetem Holz, welches in der Werkstatt zu Elementen zusammengebaut wird. Die zweite zentrale Herausforderung der Holzwerkstatt liegt in der Anfertigung der Holzlamellen des Fußbodens. Das vom alten Tivoli stammende Leimholz lag in Blockform vor. Die Studierenden haben sie bereits in maßgerechte Scheiben geschnitten, um die einzelnen Latten schließlich zu einbaufertigen Flächen zusammenzufügen.
In einer ortsansässigen Zimmerei in Heinsberg wurden die Funktionsblöcke aus Holz gebaut. Aufgrund ihrer Eigenschaft als tragende Außenwände wurden sie mitsamt der Dämmung und Isolierung entworfen. Auf dieser Baustelle ist bis dato ebenfalls das Bodengerüst für die Hausinnenfläche entstanden. Es enthält fünf Elemente, repräsentativ für die jeweiligen Wohnbereiche, und ist bis auf die Integration der Stromleitungen, der Beplankung und der Dämmung abgeschlossen. Außerdem wurde bereits mit dem Bau des Dachgerüsts begonnen. Das Dach wird aus sieben Elementen bestehen, von denen vier Balken einen durch Gehrung verbundenen Rahmen bilden. Die restlichen drei Balken werden mittig in gleichem Abstand im Rahmen eingesetzt. Die Dachabdichtung an sich findet jedoch in Jülich statt. Dort werden, nach Fertigstellung des Dachgerüsts, Flächeneinheiten aus Kunststoff jeweils um einige Zentimeter versetzt angeordnet. Ziel dessen ist die Herstellung eines Gefälles, welches den Regenwasserablauf sicherstellen wird.
In der Halle in Jülich werden die auf den Bauplätzen produzierten Elemente zusammengefügt. Hier werden auch derzeitig die Fassadenmodule hergestellt. Dafür werden recycelte CDs in einer Ofenform liegend angeschmolzen und somit zu gleichgroßen Fassadenelementen verbunden. Diese Flächeneinheiten werden schließlich, durch eine Holzunterkonstruktion gestützt, auf die Funktionsblöcke montiert. Dementsprechend wird der Arbeitsschwerpunkt des Teams im Hinblick auf den tatsächlichen Aufbau zur Halle in Jülich verlagert.
Der Teil des Interieurs, welcher nicht durch Herausfahren von Boxen aus den Funktionsblöcken entsteht, wird durch die Handwerksdesigner Gut Rosenberg gestellt. Dazu gehören beispielsweise freistehende Objekte wie Tische oder Stühle.

Weitere Informationen:
Der Youtube- Kanal http://www.youtube.com/solarrwth ermöglicht interessante Einblicke, beispielsweise in die aktuelle Bauphase des Teams. Bilder und Neuigkeiten finden sich auf der Webpräsenz des Teams unter www.counter-entropy.org.