BDA-SARP-Award 2012 vergeben

BDA-SARP-Award 2012
21.05.2012

Istanbuler Hostel von RWTH-Absolventen als beste Abschlussarbeit ausgezeichnet
Der Bund Deutscher Architekten BDA und der polnische Architektenverband SARP haben den BDA-SARP-Award 2012 verliehen. Der früher unter dem Namen "Walter- Henn-Förderpreis" ausgelobte bilaterale Preis wird gemeinsam von beiden Verbänden getragen und zeichnet jährlich die besten Abschlussarbeiten an deutschen und polnischen Hochschulen aus.
Die von ihren jeweiligen Hochschulen nominierten Absolventen und von der Vorjury aus den zahlreichen Einsendungen ausgewählten 19 Finalisten kamen in diesem Jahr zu einem gemeinsamen dreitägigen Workshop im Deutschen Architektur Zentrum DAZ in Berlin zusammen. Abschließender Höhepunkt der Veranstaltung war die Preisverleihung mit den Präsidenten von BDA und SARP, Michael Frielinghaus und Jerzy Grochulski, sowie MDir. Günther Hoffmann, Abteilungsleiter im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.
Dabei ging der mit 2.500 ? dotierte BDA-SARP-Award an Feyyaz Berber, Absolvent der RWTH Aachen, für seine Abschlussarbeit "Eine Herberge für Karaköy".

Preisträger BDA-SARP-Award: Eine Herberge für Karaköy, Feyyaz Berber (RWTH Aachen) Der systematisch typologisch hergeleitete Entwurf ? so die Jury ? zeichnet sich durch die bemerkenswert konsequente Anwendung urbanistischer und architektonischer Strategien aus. Die Herleitung der Baugestalt eines Hostels für den Istanbuler Stadtteil Karaköy aus dem tradierten Typus des türkischen Han bedient sich eines entwerferischen Mittels, das in der Mega-Metropole am Bosporus kaum mehr eingesetzt wird. So gelingt es Feyyaz Berber, durch eine räumlich wirksame Intervention, einen atmosphärischen Brennpunkt in der Quartiersstruktur von Karaköy zu formulieren. In der rasterartigen Struktur des Wohnhofes inszeniert er ein interessantes Wechselspiel von Sichtbeton und Ziegelmauerwerk, das einerseits die Klarheit einer einfachen Konstruktion besitzt, andererseits durch seine Einfachheit jede Form von Überstilisierung in der üblicherweise einfach ausgestatteten urbanen Umgebung vermeidet.