Entwicklung von quartiersbezogenen Wohnkonzepten mit Pflegekern

 


Ausgangslage
Um auch im Fall der Pflegebedürftigkeit ein nahezu selbstbestimmtes Leben im vertrauten
Wohnumfeld führen zu können, wird u. A. die Entwicklung von Pflegekernen in der Fachwelt
diskutiert und in vereinzelten Modellvorhaben erprobt. In Kombination mit neuen
Wohnformen und ergänzenden Angeboten können kleinräumig Versorgungsstrukturen
aufgebaut werden, deren Herzstück der sog. Quartierskern ist.

Ziele
Mit der interdisziplinären Forschungsarbeit sollen beispielhafte, quartiersbezogene Konzepte
analysiert und im Sinne von Quartierskernen weiter entwickelt werden. Integriert in ein
Haus/einen Block sollen sie frei wählbare Dienstleistungen und pflegerische Leistungen
anbieten, die mit barrierefreien Wohnungen und einem für das Quartier offenen
Kommunikationsstützpunkt kombiniert werden. Durch Untersuchung der Siedlungs- und
Baustrukturen sollen typologisch übertragbare Lösungsansätze entstehen.

Vorgehen
Durch Bereisungen, Vor-Ort-Begehungen und Expertengespräche, z.B. mit Trägern und
Wohnungsunternehmen werden wichtige Stellschrauben für den Erfolg bestehender
Quartierskonzepte abgeleitet. Hierbei geht es um das Angebot und die integrative Einbindung
des Kerns in das Quartier, sowie um die gebäudetypologischen und bautechnischen
Voraussetzungen. Es werden unterschiedliche Flexibilitätsprinzipien angewendet und
hinsichtlich ihrer Gebrauchswerte innerhalb der spezifischen Anforderungen überprüft.

Laufzeit
01.05.2015 - 30.04.2016

Schlagwörter
Adaptivität, flexible Gebäudestrukturen, Demographischer Wandel, neue Wohnformen im Alter,
Leben mit Pflegebedarf

Verantwortliche Lehreinheit
Lehrstuhl Baukonstruktion,

Autoren
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Hartwig Schneider
Dipl.-Ing. Carsten Eiden

Ko-Autoren
Empirica Institut
Dr. Marie-Therese Krings-Heckemeier
Meike Heckenroth

Auftraggeber
GKV Spitzenverband
Modellprogramm neue Wohnformen

Finanzieller Umfang
32.000,- € netto