Literarische Konzepte in der Architektur // Johanna Presse

Steckbrief

Eckdaten

Absolventin:
Johanna Presse
Studiengang:
Architektur
Abschluss:
Master of Science
Betreuer:
Wolfgang Zeh Dipl.-Ing.
Prüferin:
Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Anne-Julchen Bernhardt
Co-Prüfer:
Univ.-Prof. Dr. phil. Alexander Markschies
Einrichtung:
Lehrstuhl für Gebäudelehre
 

Die Masterarbeit „Literarische Methoden in der Architektur“ beschäftigt sich mit Gemeinsamkeiten zwischen der Konstruktion einer Geschichte und eines Gebäudes, sowie Ähnlichkeiten zwischen Entwurfsstrategien in Literatur und Architektur. Darüber hinaus stellt sie die Frage, ob Gebäude eine Geschichte erzählen können. Der Ausgangspunkt für diese Arbeit war die Feststellung, dass sowohl beim Schreiben und Lesen von Büchern als auch beim Entwerfen von Gebäuden unsere Vorstellungskraft eine fiktive Wirklichkeit erschafft.

Anhand von sechs Projekten, davon drei Romane und drei Architekturprojekte, werden diese grundlegenden Fragestellungen untersucht. In der Analyse der ausgewählten Projekte wird ein vergleichender Blickwinkel eingenommen, durch die Anwendung von sieben Analysepunkten aus der Literatur gleichermaßen auf die Architekturprojekte wie die Romane.

Durch die Entwicklung von Konzeptmodellen wird die Entwurfskonstruktion der Projekte untersucht. Die aus den Romanen entwickelten Modelle machen deren Erzählstruktur und ihre räumliche Dimension sichtbar. Die Konzeptmodelle zu den Architekturprojekten hingegen, stellen eine Interpretation der Architektur als Roman dar. Die Grundlage für diese Modelle waren Romankonzepte basierend auf der Struktur, der Atmosphäre und dem thematischen Inhalt der Architektur.

Der abschließende Entwurf verfolgt das Ziel, die Grenzen zwischen den beiden Disziplinen verschwimmen zulassen. Inhalt des Entwurfes sind Romanfragmente abgeleitet aus der Architektur sowie räumliche Darstellungen abgeleitet aus einem Roman. Auf diese Weise werden die Ausgangswerke in die jeweils andere Disziplin umgekehrt und es entsteht ein Nebeneinander von Text und Bild. Als Fokussierung für dieses Vorhaben wurden die Therme Vals und den Roman Austerlitz ausgewählt. Der Entwurf besteht aus jeweils drei Szenen, die in den Kontext der übergreifenden Struktur des Konzeptmodells bzw. des Romankonzepts eingeordnet werden.

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