Stegreif zum Stadtplanertag NRW: „Eigentum verpflichtet - Lösen wir die Bodenfrage?“

  Luftbild Dörfer Urheberrecht: städtebau  

WS 2019/20

Dauer: 1 Semester

Inhalt

1. An wen richtet sich der Stegreif?
An diskutierfreudige, kreative Studierende, die tagesaktuelle und planerische Fragen spannend finden und sich selber gerne vor Herausforderungen stellen.

2. Anlass
Während des diesjährigen Stadtplanertags der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen diskutieren Architekten, Planer und Akteure des öffentlichen Lebens über die Bodenfrage. Doch was genau ist die Bodenfrage? Wo liegen die Probleme, die Herausforderungen und die Hemmnisse?

Wem gehört die Stadt? In einem wütenden Essay hat der griechische Architekt Aristide Antonas vor kurzem die Enteignung seiner Stadt angeprangert“ mit diesen Worten leitet Kaye Geipel 2017 seinen Beitrag „Bodenfrage ungelöst“ in der Bauwelt ein. Zwei Jahre später veröffentlicht Tobias Habermann in der PlanerIn den Beitrag: „Das Grundeigentum ist antastbar – Ein Kommentar“. Dabei schreibt Laura Weißmüller 2018, dass bereits die Instrumente für den „Umgang mit Grund und Boden längst auf dem Tisch liegen“. Stiftungen wie die Rosa-Luxemburg-Stiftung veröffentlichten 2019 Ansätze, um die Kommunale Bodenfrage zu lösen … Dies sind nur einige Beispiele von der immensen Anzahl der im Diskurs stehenden Beiträge.

Während des Stegreifs „Eigentum verpflichtet – Lösen wir die Bodenfrage“ werden bei drei Veranstaltungen verschiedene Beiträge mit den Studierenden gelesen, bearbeitet und insbesondere diskutiert. Aus dem Diskurs sollen Impulse entstehen, die dazu dienen sollen, Akteure der Planung auch mit provokanten Aussagen zum Querdenken anzuregen und Impulse setzen.

3. Methodik
Vortragsmethoden stehen im stetigen Wandel. Das Ziel jeder Präsentation ist den Zuhörer mitzunehmen und ihm wichtige Inhalte zu vermitteln. Methoden wie Story Telling und Pecha-Kucha gehören hierbei zu den Trends der Vortragskunst. Nicht verwunderlich ist, dass das Format Pecha-Kucha von den Architekten Astrid Klein und Mark Dytham in Tokio entwickelt wurde. Vorträge zu halten, die eigenen Projekte vorzustellen, sie zu verteidigen, den Zuhörer von seiner Vision und seinem Entwurf zu überzeugen gehört zu dem Handwerkszeug eines jeden Architekten und Planers.

Aus diesem Grund gilt es bereits im Studium die Möglichkeiten wahrzunehmen sich neue Formate anzueignen und zu üben, sowohl vor den eigenen Kommilitonen zu sprechen, als auch die ersten Bühnen Erfahrungen zu sammeln. Hierfür dient der Stegreif als ideale Übungsplattform. Während im ersten Teil die Inhalte erarbeitet und diskutiert werden, werden die Studierenden in einer intensiven Betreuung auf ihren Pecha-Kucha Vortrag beim Stadtplanertag der AKNW vorbereitet.

Aber was genau ist Pecha-Kucha?
Pecha-Kucha kommt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie „wirres Geplauder“. Das Format basiert auf der einfachen Formel: 20*20. Die Studierenden haben 20 Folien die jeweils 20 Sekunden eingeblendet werden. Dadurch beträgt die Vortragszeit genau 6:40 Minuten.
Eine der größten Herausforderungen ist es den Zeitplan einzuhalten und gleichzeitig bei den Zuhörern Impulse zu setzen.
Für letzteres wird die Pecha-Kucha Methode durch Story Telling ergänzt. Die Studierenden sollen erlernen wie sie komplexe Sachverhalte in eine interessante Geschichte verpacken und dadurch den Zuhörer für die Themen gewinnen können.

4. Abgabeleistung
Pecha-Kucha Vortrag während des Stadtplanertags

Termine

Inhaltlicher Diskurs
Mo., 21.10.2019, 16:00 – 18:00 Uhr, Raum SG 304
Mo., 28.10.2019, 16:00 – 18:00 Uhr, Raum SG 304
Mo., 11.11.2019, 16:00 – 18:00 Uhr, Raum SG 304

Intensivtraining Pecha-Kucha
Mi., 20.11.2019, 15:00 – 18:00 Uhr, Raum SG 304
Mo., 25.11.2019, 15:00 – 18:00 Uhr, Raum SG 304
Mi., 27.11.2019, 15:00 – 18:00 Uhr, Raum SG 304

Stadtplanertag AKNW Dortmund
Fr., 29.11.2019, Ganztägig, Dortmund

Links

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Betreuung

Canan Çelik M.Sc.