Schlaun Wettbewerb

  Roter Schwarzplan von Münster Urheberrecht: Schlaun-Forum  

Der Wettbewerb

Das Schlaun-Forum e.V. lobt seit dem Wintersemester 2011/2012 jährlich Schlaun-Wettbewerbe als Ideenwettbewerbe in Nordrhein-Westfalen aus. Mit dieser Initiative beabsichtigt das Schlaun-Forum, die Infrastruktur in NRW zu fördern und der Bedrohung einer sich verstärkenden Unwirtlichkeit unseres Lebensraumes zu begegnen. Gleichzeitig hat sich das Schlaun-Forum die Förderung junger Planer in den Fachgebieten Städtebau, Landschaftsplanung, Architektur und Bauingenieurwesen zur Aufgabe gestellt. Für zukunftsorientierte Planungsaufgaben sollen die Teilnehmer einerseits innovative, nachhaltige Lösungen aufzeigen, andererseits mit ihren Lösungen den Stadt- und Landschaftsraum in NRW weiterentwickeln und gestalten.

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Aufgabenstellung 2019/20: Münster Bahnstadt Süd

Münster ist eine schöne Stadt. So wird es von Besuchern und Bewohnern Münsters gerne ausgesprochen. So positiv kann man leider über das Plangebiet noch nicht urteilen. Dies zu ändern, ist die Aufgabenstellung des Wettbewerbs. Das Wettbewerbsgebiet verläuft vom Hauptbahnhof aus in südlicher Richtung. Kern des Plangebietes ist der ehemalige Stückgutbahnhof. Die Fläche umfaßt ca. 24,5 ha. Sie wird umschlossen von der Roddestraße im Süden, der Friedrich-Ebert-Straße /Theißingstraße/Frie-Vendt-Straße/Bahnhofstraße im Westen, dem Alfred-Krupp-Weg/den Bahngleisen im Osten und der Hafenstrasse/dem Berliner Platz im Norden. Münster gilt gemeinhin als bilderbuchhafte schöne Stadt. Wer dieses Plangebiet betritt, wird erstaunt sein, dass auch Münster noch andere Stadtbilder zu bieten hat.

Für dieses Plangebiet werden folgende gravierende Veränderungen von der Stadt Münster angestrebt:

  • auf der Westseite sollen nicht mehr genutzte Gleisanlagen aufgegeben und weiter erforderliche Gleisanlagen an den östlichen Gleiskörper angeschlossen werden
  • im nördlichen Plangebiet sind die Verkehrsbauwerke im Bereich des Albersloher Weges/der Bahntrasse neu zu qualifizieren

Bei Realisierung der zuvor genannten Trassenänderungen wird eine Überplanung des gesamten Areals erforderlich, verbunden mit der Entwicklung qualitativer, vielfältig erlebbarer Stadtraumergänzungen des westlich angrenzenden Südviertels. Insgesamt ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen öffentlich nutzbaren Freiräumen und einer städtisch geprägten Bebauung anzustreben. Bisher weisen der zu überplanende Bereich und das Umfeld einen Mix von Wohnen, Dienstleistungen, Arbeiten, Gewerbe, Discountern, etc. auf. Diese Nutzung wird auch weiterhin für das Wettbewerbsgebiet angestrebt. Innerhalb des Plangebietes steht die Bearbeitung von drei Teilaufgaben an, die einzeln oder in Kombination bearbeitet werden können. Diese sind Städtebau/Landschaftsplanung, Architektur und Bauingenieurwesen.

Ziele

Aufgabenstellung des 9. Schlaun-Wettbewerbs für Stadtplaner/Landschaftsarchitekten, Architekten und Bauingenieure ist, das Wettbewerbsgebiet zukunftsweisend zu profilieren und es zu einem zeitgemäßen innerstädtischem Wohn-, Lebens-und Arbeitsraum zu entwickeln. Entsprechend der stadträumlichen Lage soll ein modernes, urbanes Stück Münster geplant werden. Innerhalb der Gesamtkonzeption sind für die nachfolgenden Aufgabenstellungen Lösungsansätze aufzuzeigen:

Der Schlaun-Wettbewerb versteht sich als Ideen-Wettbewerb. Abweichungen von den inhaltlichen Vorgaben und Anforderungen dieser Auslobung sind unter der Voraussetzung zulässig, dass diese konzeptionell abgeleitet und entsprechend im Erläuterungsbericht begründet werden.

Die Wettbewerbsbeiträge werden vom Schlaun-Forum e.V. zusammengefasst und der Stadt Münster als „Ideenbuch“ übergeben.

Für einen detaillierteren Blick auf die einzelnen Teilaufgaben für Stadtplaner und Architekten klicken Sie hier, um auf die offizielle Website des Schlaun-Forums zu gelangen.

Jury

Prof. Dipl.-Ing. Christian Baumgart, Präsident des DAI, Würzburg
Dr.-Ing. Heinrich Bökamp, Präsident der Ingenieurkammer-Bau NRW
Dipl.-Ing. Gordon Brandenfels, Landschaftsarchitekt, Münster
Dipl.-Ing. Robin Denstorff, Planungsdezernent der Stadt Münster
Prof. Christl Drey, Architektin BDA , Köln
Dipl.-Ing. Christopher Festersen, Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung der Stadt Münster
Dr.-Ing. Jan Hogen, Raumplaner, Ministerium HKGB, Düsseldorf
Prof. Anne Klasen-Habeney, Architektin/Stadtplanerin, Aachen
Dipl.-Ing. Melanie Kloth, Stadtplanerin, NRW.BANK, Düsseldorf
Prof. Dipl.-Ing. Martin Korda, Architekt/Stadtplaner, Münster
Dr.-Ing. Thomas Mainka, Präsident des Verbandes Deutscher Eisenbahningenieure, Frankfurt/Main
Dipl.-Ing. Drazen Slacanin, Architekt, LVM, Münster
Dipl.-Ing. Ernst Uhing, Architekt BDB, Präsident der Architektenkammer NW
​Prof. Dipl.-Ing. Rolf E. Westerheide, Aachen

Preise

Unsere Förderer ermöglichen uns, ein Preisgeld von insgesamt 24.000 € auszuloben. Die Preise können wie folgt verteilt werden:
1. Preise jeweils 3.000 €
2. Preise jeweils 2.000 €
3. Preise jeweils 1.000 €.
Des Weiteren können je zwei Anerkennungspreise zu je 1.000 € vergeben werden. Über die Verteilung und Aufteilung der Preise wird vom Preisgericht im Einvernehmen mit dem Auslober entschieden.

Anmeldung bis zum 04.02.2020 möglich.