JadeGrün – Neue Werft in Wilhelmshaven // Mirjam Kim Konrad

Steckbrief

Eckdaten

Absolventin:
Mirjam Kim Konrad
Abschluss:
Master of Science
Betreuerinnen:
Dana Saez M.Sc., Andrija Pranjic M.Eng.
Prüferin:
Prof. Martin Trautz
Co-Prüferin:
Prof. Jakob Beetz
Einrichtung:
Lehrstuhl für Tragkonstruktionen
 

Im Zeitalter von Information und Digitalisierung bieten computergestützte Prozesse ein großes Potential für die Architektur. Bauprojekte des Parametrizismus zeigen die heutigen Möglichkeiten auf, wie diese digitalen Herangehensweisen genutzt werden können. Doch die Verbreitung von neuen Technologien geschieht in der Architekturbranche nur sehr langsam.

Besonders in der Fabrikplanung, einer Branche in der eine ständige Prozessoptimierung herrscht, wird das Potential von anwendbaren digitalen Prozessen für die Architektur nicht ausgeschöpft.

In dieser Masterthesis soll im Rahmen eines Entwurfs eines Fabrikbaus untersucht werden, wie Optimierungen in den Entwurfsprozess einbezogen werden können.

Die Wahl der Produktion nimmt sich einer weiteren aktuellen Thematik, dem ressourcengerechnetem Bootsbau, an. Der Wassersport und insbesondere der Yacht- und Segelsport ist, trotz seiner naturverbundenen Konnotation, für Umweltverschmutzung und der Produktion von nicht rezyklierbaren Booten verantwortlich. Das aktuelle gesellschaftliche Umdenken fördert Fragen nach Alternativen zu den aktuell üblichen Booten aus nicht-erneuerbaren, fossilen Rohstoffen, wie glasfaserverstärktem Kunststoff.

Neu entstandene Kleinstwerften wie Greenboatshaben gezeigt, dass neue Materialen wie naturfaserverstärkter Kunststoff (NFK) einen umweltverträglichen Bootsbau durchaus möglich machen. Allerdings können diese Manufakturen nicht in ausreichendem Umfang um eine Konkurrenz  zum gegenwärtigen Bootsbau bieten. 

Deshalb soll in diesem Entwurfsprojekt  JadeGrün eine Serienproduktion für grüne Boote aus nachwachsenden Rohstoffen in Wilhelmshaven entstehen. Der Ort Wilhelmshaven ist mit seiner langen Schiffsbautradition und der Infrastruktur eines Seehafens optimal. Er soll auch über die Wassersportszene vor Ort hinaus die Außenwirksamkeit des neuen Bootsbaus unterstützen.

Diese Arbeit beschäftigt sich in einem ersten Schritt mit der Analyse von Ort, Material und Produktion. Anschließend werden die Formfindung im Fabrikbau sowie Optimierungen in der Architektur untersucht.

Diese Betrachtungen bilden schließlich die Grundlage für die Entwicklung der Entwurfsmethodik und den Entwurf selbst.

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