Die Fakultät trauert um Peter Kulka (20.7.1937-5.2.2024)

  Peter Kulka Urheberrecht: © Michael Dolinski & Ferda Kolotan
09.02.2024
 

Am 5. Februar ist Prof. Peter Kulka gestorben. Die Fakultät für Architektur der RWTH Aachen trauert tief bewegt um den Kollegen, der seit 1986 Professor für Konstruktives Entwerfen war und sich 1992 trotz eines hochdotierten Angebots der Hochschule für die freiberufliche Tätigkeit als Architekt entschieden und sich von der der Professur dauerhaft verabschiedet hat. Im Herzen und in der Erinnerung ist er ein Kollege, der prägend war, zumal im Anspruch an die Qualität und die Gestaltungsmacht der Architektur. Peter Kulka hat nicht lediglich ein Zeitalter besichtigt sondern es tatsächlich auch gestaltet, vom Studium in der DDR bei Selman Selmanagic und Hermann Henselmann über die Mitarbeit bei Hans Scharoun bis zur Büropartnerschaft mit Hans Schilling. Seine Bauten prägen die Architekturlandschaft in Deutschland, von der Abteikirche in Königsmünster aus dem Jahr 1956 bis hin zum Umbau des Senckenberg Naturmuseums in Frankfurt am Main, aktuell in Realisierung ist die Konversion des Robotron-Gewerbekomplexes in Dresden in eine Wohnlandschaft. Gewiss ist der Plenarsaal des Sächsischen Landtags in Dresden eines seiner wichtigsten Werke und man darf hoffen, dass die Erweiterung des Landtags in seinem Sinne zu Ende geführt wird. Wir in Aachen denken aber auch an die herausfordernde Erweiterung des Leopold-Hoesch-Museums in Düren.

Sein durchaus streitbares Brennen für die Moderne passte genau in das Profil der Architekturfakultät der RWTH und ist nach wie vor eine Verpflichtung, vielen Studierenden hat er die entscheidenden Impulse für ihre spätere Karriere mit auf den Weg gegeben, sie tatsächlich darauf vorbereit, nie den Anspruch aufzugeben, durch Architektur die Welt besser zu machen.

Wir, die Fakultät für Architektur der RWTH Aachen, werden sein Andenken in höchsten Ehren bewahren.