Erbe und Zukunft: die geplante Industriestadt Uralmasch

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Die Zukunft der Sozgorod? Analysen zum Wandel von Arbeiten, Wohnen und Wohnumfeld in Uralmasch, Russland

Seit dem Zusammenbruch des sozialistischen Gesellschaftsmodells und der zunehmenden Wirksamkeit von Globalisierung und Neoliberalisierung wandeln sich in den Städten Osteuropas tradierte Raummuster, Funktionszusammenhänge und damit die soziokulturellen wie materialisierten Lebenswelten der Menschen. Besonders tiefgreifende Veränderungen erfahren die neuen Industriestädte der sowjetischen Ära in Russland, die so genannten Sozgorod. Geplant und gebaut als integrierte Städte mit hoher Durchgründung und architektonischem Anspruch, umfassender soziokultureller und verkehrstechnischer Infrastruktur, repräsentierten sie im Sozialismus das ideale Zusammenspiel zwischen Arbeiten und Wohnen. Im Zentrum stand ein einziges Großkombinat als Arbeitgeber, Bauherr und Betreiber soziokultureller Infrastruktur. Diese wirtschaftliche Basis der Stadt bröckelt und verändert sich heute. Und infolgedessen stellt sich die Frage nach der Zukunft der Sozgorod: nach der Bewahrung des sozialistischen Bau(kultur)Erbes der Stadt und deren, an den Bedürfnissen der Menschen orientierten Weiterentwicklung angesichts des veränderten Zusammenspiels von Arbeiten und Wohnen.

Ziel der studentischen Forschungsarbeit sind folglich Empfehlungen für die bedarfsgerechte und zukunftsorientierte Weiterentwicklung der exemplarisch gewählten Sozgorod „Uralmasch“, ausgehend von dem veränderten Wechselspiel der Werkstadtfunktionen „Arbeiten“ und „Wohnen“. Die Empfehlungen zielen sowohl auf die Inwertsetzung des Wohnumfeldes und Bauerbes der Werkstadt, als auch auf die Vernetzung des Gebietes mit dem Agglomerationsraum Jekaterinburg, in welchem es liegt.

Autor:
Nadezda Krasilnikova

Kategorie:
Studentisches-Project

Kurstyp:
M3

Laufzeit:
Sommersemester 2015

Verantwortliche Lehreinheit:
Juniorprofessur Sicherung kulturellen Erbes
Prof.Dr.-Ing. Carola Neugebauer

Schlagwörter:
sozialistische Planstadt, sozialistisches Bau(kultur)erbe,
bewahrende Stadtentwicklung