Entwurf einer Markthalle in Köln // Conrad Isensee

Steckbrief

Eckdaten

Absolvent:
Conrad Isensee
Studiengang:
Architektur
Abschluss:
Master of Science
Betreuerin:
Sophie Schulten
Prüfer:
Prof. Hartwig Schneider
Co-Prüfer:
Prof. Thomas Schmitz
Einrichtung:
Lehrstuhl für Baukonstruktion
 

Zurückblickend fanden Märkte seit der Antike an witterungsgeschützten Orten statt, z.B. in der griechischen Agora, den römischen Basiliken oder in mittelalterlichen Zweckbauten. Die Prachtbauten des Altertums waren nicht als reine Märkte konzipiert, sondern auch wichtige Stadtbausteine des gesellschaftlichen Lebens, die zum Informationsaustausch dienten oder Kulturleistungen Raum boten.

Die Typologie wurde mit Beginn der Industrialisierung als Bauaufgabe neu definiert und diente der Ernährung einer stark wachsenden Stadtbevölkerung. Eine kontinuierliche Steigerung der Umschlagsmengen führte in Köln zu Orten, die dem Handel mehr als dem Endverbraucher dienten.

Das Grundstück bildet den Auftakt der Via Culturalis im südlichen Domvorfeld und liegt räumlich eng verknüpft mit der Rheinstadt, dem ehemaligen Marktviertel Kölns. Heutzutage ist die Nahversorgung der Bevölkerung in diesem Stadtteil stark zurück gegangen. Um diesen Schwund kleinerer inhabergeführter Läden entgegenzuwirken und auf die Geschichte des Ortes aufmerksam zu machen, soll ein neuer Kulturbaustein sich schlüssig mit der umliegenden Bebauung verzahnen und die Via Culturalis kompletieren: die Markthalle.

Auch die zeitgenössische Markthalle soll durch ein vielschichtiges Nutzungsprofil mehr als ein Markt, ein sozialer Treffpunkt und Kulturort werden, wobei dieses pluralistische Angebot auch die pluralistische Gesellschaft besser aufnehmen können soll in der wir heute leben und die Köln auszeichnet.

Die zentrale Idee zur Entwicklung des Innenraums ist die Halle selbst, welche durch ihre Abstaffelung in dem mehrgeschossigen Bau maximale Blickbeziehungen und Offenheit aufweisen soll. Hier befindet sich der Markt. In den Kopfseiten werden Sonderfunktionen, Erschließung sowie Logistik untergebracht.

Es handelt sich um einen vorgefertigten gerichteten Holzbau, welcher die Vielschichtigkeit an der Via Culturalis mit einer zeitgenössischen Architektur im Sinne des nachhaltigen Bauens bereichern soll […]

Kontakt zum Absolventen: